Bava Metzia 198

Kapitel 198

א שקרקע נקנית בכסף ובשטר ובחזקה כך שכירות נקנה בכסף ובשטר ובחזקה שכירות מאי עבידתיה אמר רב חסדא שכירות קרקע
1 und wie Grundstücke durch Geld, Urkunde und Besitznahme geeignet werden, ebenso wird auch die Miete durch Geld, Urkunde und Besitznahme perfekt. — Was hat die Miete damit zu tun!? R. Ḥisda erwiderte: Die Miete von Grundstücken.
ב אמר שמואל האי מאן דגזיל חביצא דתמרי מחבירו ואית בה חמשים תמרי אגב הדדי מזדבנן בנ' נכי חדא חדא חדא מזדבנן בנ'
2 Šemuél sagte: Wer (von seinem Nächsten) einen Dattelkuchen geraubt hat, in dem fünfzig Datteln sind, die zusammen für neunundvierzig, einzeln aber für fünfzig verkauft werden, muß,
ג להדיוט משלם חמשים נכי חדא להקדש משלם חמשים וחומשייהו מה שאין כן במזיק דלא משלם חומשא דאמר מר (ויקרא כב, יד) איש כי יאכל קדש פרט למזיק
3 wenn von einem Gemeinen, neunundvierzig, und wenn vom Heiligtume, fünfzig und das Fünftelbezahlen, was aber bei einem Schädiger nicht der Fall ist; dieser hat das Fünftel nicht zu zahlen, denn der Meister sagte:<i>wenn jemand Geheiligtes gegessen hat</i>, nicht aber, wenn er es beschädigt hat.
ד מתקיף לה רב ביבי בר אביי להדיוט אמאי משלם חמשים נכי חדא נימא ליה אנא חדא חדא הוה מזבנינא להו
4 R. Bebaj b. Abajje wandte ein: Weshalb hat er an einen Gemeinen nur neunundvierzig zu bezahlen, dieser kann ja zu ihm sagen: ich würde sie einzeln verkauft haben!?
ה אמר רב הונא בריה דרב יהושע שמין בית סאה באותה שדה תנן
5 R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, erwiderte: Wir haben gelernt, man schätzedie Seáfläche im Felde. —
ו למימרא דסבר שמואל דין הדיוט לאו כדין גבוה דמי והתנן נטל אבן או קורה מהקדש לא מעל נתנה לחבירו הוא מעל וחבירו לא מעל בנאה בתוך ביתו לא מעל עד שידור תחתיה בשוה פרוטה
6 Demnach wäre Šemuél der Ansicht, das Recht eines Gemeinen gleiche nicht dem Rechte des Heiligtums, und [dem widersprechend] haben wir gelernt: Hat jemand einen dem Heiligtume gehörigen Stein oder Balken genommen, so hat er keine Veruntreuung begangen; gibt er ihm seinem Nächsten, so begeht er eine Veruntreuung, sein Nächster aber nicht; baut er ihn in sein Haus ein, so begeht er eine Veruntreuung erst dann, wenn er darin im Werte einer Peruṭa gewohnt hat.
ז ויתיב ר' אבהו קמיה דרבי יוחנן ויתיב וקאמר משמיה דשמואל זאת אומרת הדר בחצר חבירו שלא מדעתו צריך להעלות לו שכר (א"ל רבי יוחנן) הדר ביה שמואל מההיא
7 Hierzu sagte R. Abahu, als er vor R. Joḥanan saß, im Namen Šemuéls: Hierausist zu entnehmen, daß, wenn jemand im Hofe seines Nächsten ohne dessen Wissen wohnt, er Miete zahlenmüsse!? — R. Joḥanan erwiderte ihm, Šemuélsei davon zurückgetreten. —
ח וממאי דמההיא הדר ביה דלמא מהא הדר לא מההיא הדר ביה כדרבא דאמר רבא הקדש שלא מדעת כהדיוט מדעת דמי
8 Woher, daß er von dieser Lehre zurückgetreten ist, vielleicht ist er von jener Lehre zurückgetreten!? — Nein, er ist von dieser zurückgetreten. Dies nach Raba, denn Raba sagte, beim Heiligtume sei es ohne Wissen ebenso wie bei einem Gemeinen mit Wissen.
ט אמר רבא הני שקולאי דתברו חבית' דחמרא לחנוואה ביומא דשוקא מיזדבנא בה' בשאר יומי מיזדבנא בארבע אהדרו ליה ביומא דשוקא מהדרו ליה חביתא דחמרא בשאר יומי מהדרו ליה ה'
9 Raba sagte: Wenn Lastträger einem Krämer ein Faß Wein zerbrechen, das an einem Markttage für fünf und an einem gewöhnlichen Tage für vier verkauft wird, so können sie, wenn sie es ihm zum Markttage zurückgeben, ein Faß Wein zurückgeben, wenn aber an späteren Tagen, so müssen sie ihm fünf bezahlen.
י ולא אמרן אלא דלא ה"ל חמרא לזבוני אבל ה"ל חמרא לזבוני הא איבעי ליה לזבוני
10 Dies nur, wenn er keinen anderen Wein zum Verkaufe hatte, wenn er aber anderen Wein zum Verkaufehatte, so sollte er diesen verkaufen.
יא ומנכי ליה אגר טירחיה ודמי ברזנייתא:
11 Auch ziehen sie ihm die Müheund das Anstichgeldah.